Die wichtigsten Trends: Von nachhaltigem Design bis hin zu intuitiver Interaktion

Das Designteam von GROHE möchte Trends immer einen Schritt voraus sein. Zu wissen, was die Inneneinrichtung im kommenden Jahr wahrscheinlich beeinflussen wird, ist dabei besonders wichtig. Um das herauszufinden ist das Team in den letzten 12 Monaten um die ganze Welt gereist. Sie haben alle wichtigen Ausstellungen besucht, auf denen die angesagten Stilrichtungen für 2019 vorgestellt wurden. Und sie sind fündig geworden. Die dort ausgestellten Objekte geben die wichtigsten Designtrends vor und liefern die Grundlage für Ideen, Ästhetik und Materialien, die bei Designern, Architekten und Endkunden im kommenden Jahr gefragt sein werden. Die Highlights dieser Ausstellungen lassen sich fünf grundlegenden Trends zuordnen. Es ist für jeden etwas dabei: von nachhaltigem Design bis hin zu modernen Objekten im Retro-Stil.

Nachhaltiges Design: Wiederverwenden, Recyceln, Umdenken

Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit, insbesondere zu nachhaltigem Design, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dieses Jahr lag bei diesem Thema der Fokus auf abwechslungsreichen Texturen und ansprechender Optik. Denn nachhaltiges Design kann auch spektakulär sein. So zeigte das schwedische Unternehmen Bolon haptisch interessante Bodenbeläge aus Vinylabfällen. Alusid präsentierte Silicastone, eine aus recyceltem Glas und Porzellan hergestellte Oberfläche, ist so robust, dass sie für den Innen- und Außenbereich geeignet ist. In ihrer Möbelkollektion Industrial Craft zeigte Charlotte Kidger aus London verspielte Elemente in chaotisch angeordneten Farben. Kidger verwendet Staub aus Polyurethanschaum, ein Nebenprodukt anderer Herstellungsverfahren, um Gefäße und Tische herzustellen. Das Abfallmaterial, das für diese großartigen, vielfarbigen Produkte wiederverwendet wird, erhält so einen echten Zweitnutzen.

Fotograf: Louise Oats

Handwerk und Industrie: Zwei Welten werden eins

Obwohl die 3D-Druck-Technologie erst am Anfang steht, ist sie dieses Jahr bei vielen Designern in den Mittelpunkt gerückt. Statt auf industrielle Anwendungen zu setzen, beschäftigen sich die Designer damit, 3D-Druck und Handwerkstechniken miteinander zu verschmelzen. Dirk Vander Kooij, zum Beispiel, beschreibt seine Arbeit als „Die Balance aus Funktionalem und Fantastischem“. Seine Vasen und Beleuchtungselemente wurden in einem 3D-Druckverfahren mit niedriger Auflösung hergestellt. Die unebenen Oberflächen verleihen den Arbeiten eine unverwechselbare, handgefertigte Haptik. Der Brillenhersteller Kite zeigte, was beim Anfertigen individueller Brillenfassungen mit dem 3D-Drucker möglich ist. In den Brillen-Exponaten wurde das enorme Potential deutlich, das diese Technologie für die Individualisierung von Produkten bietet.

Nostalgie: Der Retro-Stil im digitalen Zeitalter

Ein Bakelit-Telefon steht auf einem Tisch aus Resopal und die Musik kommt aus einem Kassettenrecorder – ein klassisches Retro-Szenario. Es fasst die Idee des „Nostalgie“-Trends wohl am besten zusammen, bei dem Retro-Technologie, -Drucke und -Oberflächen für das digitale Zeitalter aufgepeppt werden. Diese Zuwendung zur Nostalgie findet ihren Ausdruck in physischen Objekten und der Idee des „Authentischen Designs“. In diesem Kontext ist auch „The Art of Music“ von Beatie Wolf zu verstehen, das in der Ausstellung „Digital Age“ im V&A Museum in London zu sehen war. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Retro-Technologie und den Digital Natives und macht erlebbar, wie Retro-Technik der jungen Generation den Zugang zu feierlichen Ritualen und Narrativen durch Musik ermöglicht. Letztendlich haben viele Designer Objekte ausgestellt, die man als „analog plus“ bezeichnen kann – digitale Technologien in einer angenehm vertrauten Verpackung aus der Vergangenheit „zum Anfassen“.

Fotograf: Dexter Robinson

Bleisure: Arbeit und Freizeit nähern sich weiter an

Viele Designer sind dieses Jahr mit frischem Blick die Bedienungsmöglichkeiten für technische Geräte angegangen. Das Ergebnis sind optisch ansprechende Objekte mit interaktiven Bedienelementen. Ein großes Thema war die Steuerung von Licht und Sound durch Bewegungen. Der Beosound Edge von Bang & Olufsen wurde nicht nur als Lautsprecher, sondern auch als minimalistisches Designobjekt konzipiert. Das Gerät wird bedient, in dem man es rollt. Die Funktionalität steht der außergewöhnlichen Form des raffinierten, schlanken Lautsprechers in nichts nach – er ist eine Klasse für sich. Singular Design geht bei der Lichtsteuerung ähnliche Wege. Leuchten werden gedimmt, indem der Lampenfuß gedreht wird oder Hände um sie herum bewegt werden. Einfach genial.

Fotograf: © B&O

Intuitive Interaktion: Touch- und Gestenerkennung

Immer häufiger werden Co-Working-Spaces und Live-Work-Pods traditionellen Büros vorgezogen. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr, ein neuer, bedeutsamer Lebensraum entsteht – und der Wunsch nach mehr Privatsphäre und Flexibilität. Die Lounge Chairs der Möbelmarke Missana haben eine sehr hohe Lehne und eignen sich perfekt für eine Auszeit, um sich von der Außenwelt abzuschotten – wie in einem Inkubator. Die Kollektion Kiik von Arper, designt von Ichiro Iwasaki, besteht aus niedrigen Sitzmöbeln, Ottomanen und Konsolen, arrangiert als „Inseln der Begegnung“. Auch elegante Raumteiler und bewegliche Modulelemente wurden häufig gezeigt, denn sie ermöglichen eine perfekte Trennung der Arbeits-, Ruhe- und Spielbereiche.

Fotograf: Marco Covi

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