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Wie GROHE eine bahnbrechende, leistungsstarke Brausekopftechnologie entwickelt

Für die GROHE Ingenieurin Mirja Bensing hat ein gutes Duscherlebnis eine außerordentlich große Bedeutung. Das ist keine große Überraschung, schließlich arbeitet sie in der Brausestrahlentwicklung. Als Ingenieurin testet sie Prototypen und Endprodukte, ist aber auch an der Produktentwicklung beteiligt. Kürzlich hatte sie eine bahnbrechende Idee für die Entwicklung effizienterer Brauseköpfe: das GROHE Duschlabor. Bensing entwickelt ein Testsystem für Brausekopfdesigns. Ihr Ziel ist die allgemeine Verbesserung des Duscherlebnisses, bei gleichzeitiger Verbesserung der Effizienz.

„Wir testen immer wieder Brauseköpfe mit neuen Strahlarten im Hinblick auf Fehler und Funktionalität“, erklärt sie. „Bis jetzt haben wir aber nie untersucht, wie gut unsere Strahlarten tatsächlich sind und wie wir sie weiter optimieren können. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf den Umweltschutz.“

Einfach nur den Durchfluss zu verringern, reicht nicht aus, um Wasser zu sparen. Jeder, der im Schwimmbad schon mal versucht hat, Shampoo aus den Haaren zu spülen, weiß, dass das Ausspülen deutlich länger dauert, wenn weniger Wasser aus der Brause kommt. Daher beschäftigt sich Bensing mit der Entwicklung eines Testsystems für zukünftige Brausen. Auf ihren Vorschlag hin haben sich GROHE und der Shampoohersteller Henkel zusammengetan, um das GROHE Duschlabor zu entwickeln. Die Tests werden nun mithilfe von Bensings einfachem, aber effektivem System durchgeführt. Die Suche nach dem besten umweltfreundlichen Brausekopf hat begonnen

Im innovativen Duschlabor werden Tests an Dummy-Köpfen durchgeführt.

IM DUSCHLABOR: DIE SUCHE NACH DEN BESTEN WASSERSPARENDEN BRAUSEKÖPFEN

Das Duschlabor besteht aus zwei identischen Prüfständen – einer steht bei GROHE und der andere bei Henkel. So können zwei unabhängig ermittelte Ergebnisse miteinander verglichen werden. Chemische Aspekte bestimmen die Experimente aufseiten von Henkel, während GROHE das Problem vom technischen Standpunkt aus betrachtet. GROHE untersucht alles, was direkt mit dem Brausekopf zu tun hat sowie die Trübung des Wassers vor und nach dem Ausspülen. Untersucht wird außerdem die Flusskonstanz, insbesondere in Szenarien mit geringem Wasserdruck.

Mirja Bensing hat ihren GROHE Prüfstand selbst gebaut. Ihr Duschlabor befindet sich im hinteren Teil des riesigen GROHE Laborkomplexes und sieht aus wie eine kleine Duschkabine. Auf dem Boden steht ein von Henkel zur Verfügung gestellter Puppenkopf, dessen Kurzhaarfrisur vermuten lässt, dass er in seinem kurzen Leben schon etliche Shampoonier­ und Ausspülgänge hinter sich gebracht hat. Vor der Dusche wartet bereits ein weiterer, noch tadellos aussehender Kopf mit etwas längerem Echthaar auf künftige Einsätze.

Bei jedem Test kommt exakt dieselbe Menge Shampoo auf den Kopf

FORSCHUNG FÜR WASSEREINSPARUNG: DER ULTIMATIVE POWER-BRAUSEKOPF

Das Konzept des Duschlabors ist sehr einfach. „Unsere Tests läuft folgendermaßen ab“, erklärt Bensing. „Wir installieren den Brausekopf. Wir machen die Haare nass und shampoonieren sie. Dann spülen wir das Shampoo aus, wechseln den Brausekopf oder die Strahlart, shampoonieren erneut und spülen wieder aus. Anschließend vergleichen wir die Ergebnisse.“

Geprüft werden die Durchflussrate und die Zeit, die vergeht, bis klares Wasser abläuft. In einer Versuchsreihe wird beispielsweise gemessen, wie schnell sich das Shampoo bei unterschiedlichen Wassertemperaturen ausspülen lässt. Bei diesem Experiment wird ausschließlich die Temperatur verändert, während Strahlart und Wasserfluss identisch bleiben. Anhand dieser einzelnen Variable können Bensing und ihr Team exakt bestimmen, wo die Ursachen für die Unterschiede in ihren Ergebnissen liegen.

Bei diesen Tests spielt ein kleines Kunststoffteil eine wichtige Rolle: der Durchflussregler. Er ist in den meisten GROHE Brausekopfmodellen verbaut und in vielen Regionen unverzichtbar. Dies gilt beispielsweise für den US-Markt, auf dem der Wasserverbrauch streng reguliert ist. Ein Durchflussregler sorgt dafür, dass – unabhängig vom Wasserdruck in der Leitung – immer die gleiche Wassermenge aus dem Brauseboden fließt. Überlegungen wie diese stehen im Zentrum von Bensings Suche nach einem Brausekopf für geringen Wasserdruck.

In Bensings Duschlabor werden leistungsstarke Strahlarten getestet.

Bensing hat das Thema aus allen Perspektiven beleuchtet. Nach einer circa einjährigen Pilotphase konnte sie die eigentlichen Tests aufnehmen und nach dem besten, umweltfreundlichen Brausekopf suchen. Bis jedoch das Ziel des Energieeffizienzsiegels erreicht ist, wird die Versuchspuppe noch etliche Duschvorgänge über sich ergehen lassen müssen.

Fotograf: RAMON HAINDL